Plazenta Nosoden

Was ist das eigentlich?

In Europa konnte man bis Ende des 19. Jahrhunderts Plazenta-Pulver in Apotheken kaufen. Doch wer nimmt schon gern die Plazenta eines fremden Menschen ein? Mit der Zunahme der modernen Arzneimittel verlor die Plazenta daher an Bedeutung. In den letzten Jahren wurde die Plazenta jedoch als Heilmittel wiederentdeckt. Ungefähr seit 1990 setzen Ärzte, Hebammen und Heilpraktiker wieder vermehrt auf die Kraft der Plazenta. Vor allem in der Homöopathie gibt es für die Plazenta ein großes Spektrum an Anwendungsmöglichkeiten. Wie für jedes homöopathische Arzneimittelbild, so wurde auch für die Plazenta ein sogenanntes Arzneimittelbild erstellt, in welchem die Situationen und Erkrankungen beschrieben werden, bei denen die Mittel eingenommen werden können.

Bereits aus einem kleinen Stückchen der eignen Plazenta kann ein homöopathisches Arzneimittel hergestellt werden: Die sogenannte Plazenta-Auto-Nosode. „Auto“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet „selbst“. Es wird hier verwendet, weil der Ausgangsstoff für das homöopathische Mittel vom Patienten selbst stammt. Als „Nosode“ werden homöopathische Mittel bezeichnet, die aus menschlichen oder tierischen Ausgangsstoffen hergestellt werden. In diesem Fall aus dem Gewebe der Plazenta. Mit der Plazenta-Auto-Nosode hat man eine individuelle, homöopathische  Familienhausapotheke zur Verfügung.

Was wird dafür gebraucht?

Vor der Geburt sollte man unbedingt mit der Hebamme bzw. dem Krankenhaus absprechen, dass nach der Geburt ein Stück Plazenta in ein Probefläschchen gefüllt werden soll. Das Verschicken der Probe übernimmt die Familie dann allerdings selbst. Falls ihr Interesse daran habt, habt ihr die Möglichkeit bei jeder Bestellung ein Entnahme-Set mit dazu zu bekommen. Sollte ihr Interesse an dem Entnahme-Set haben, möchtet aber nichts weiter bestellen, fallen für euch nur die Versandkosten an. Um aus dem Plazentastück ein homöopathisches Mittel herstellen zu können, ist es wichtig, dass die Qualität der Plazenta nicht verändert wird. Optimal ist es, sich rechtzeitig vor der Geburt, das Probeversandgefäß zusenden zu lassen. Die darin enthaltene Lösung enthält nur Bestandteile, welche auch sonst zur Herstellung homöopathischer Zubereitung verwendet werden. Sie schützt das Plazentagewebe bis zur Herstellung des homöopathischen Mittels.

Solltet ihr keine Zeit mehr haben, euch das Probenversandgefäß vor der Geburt zu bestellen, sollte ein kleines Stück Plazenta (ein ca. erbsengroßes Stück) eingefroren werden. Dieses Stückchen kann dann später unaufgetaut in das Probefläschchen gegeben werden. Auf KEINEN Fall sollten Lösungsmittel wie bspw. Formalin zur Konservierung genutzt werden.

Anwendung

Die Anwendungsempfehlungen für Plazenta-Nosoden beruhen auf Erfahrungen von Therapeuten und Hebammen (Die Anwendungsempfehlung liegt dem Bestellset bei). Neben den überlieferten Empfehlungen hat jede Plazenta durch ihre eigene Entwicklung während der Schwangerschaft ihre individuellen Charakteristika zur Verfügung. Ganz allgemein kann man im Leben alles mit Plazenta-Nosoden behandeln, was mit Loslassen, Ablösen und Gehen Lassen zutun hat. Bspw. damit fertig zu werden, dass die Kinder nach der Schulzeit den Rahmen der Familie verlassen. Auch wenn uns die Wechseljahre mit ihren Veränderungen herausfordern, lohnt sich der Einsatz der eigenen Plazenta.

Einnahme

Globuli lässt man einfach im Mund zergehen. Wenn man zuvor gegessen hat, dann sollte der Geschmack vollständig vergangen sein. Nach der Globulieinnahme 10-15 Minuten nichts essen oder trinken. Um in akuten Situationen die Ansprechbarkeit des Körpers zu erhöhen, kann man die Art der Globulieinnahme variieren. Bei der 1. Gabe nimmt man die Globuli direkt in den Mund. Bei der 2. Gabe löst man sie in stillem (Leitungs-)Wasser und trinkt die Lösung schluckweise. Vor der 3. Gabe das Fläschchen zuerst kräftig schütteln und dann die Globuli heraus- und einnehmen. Zweck dieser Handhabung ist es, die Potenz der Globuli leicht zu verschieben und damit die Reizsetzung zu verändern, d.h. der Körper spricht besser darauf an.

D oder C-Potenz? 

In der Homöopathie wird das Ausgangsmaterial entweder im Verhältnis 1:10 (D-Potenz) oder 1:1000 (C-Potenz) „verdünnt“ und dieser Prozess wird mehrfach wiederholt (D1, D2 bzw. C1,C2…). Dabei ist weniger die Potenzart als die Häufigkeit dieser Potenzierung/Dynamisierung ausschlaggebend. C-Potenzen gehen in ihrer Wirkung meist etwas tiefer als D-Potenzen, deren Wirkung eher weicher ist, weswegen evtl. eine häufigere Gabe notwendig wird.

In Deutschland sind D-Potenzen üblicher, jedoch ist die Potenzwahl eine „Bauchentscheidung“. Deshalb sollte man jene Potenzart bestellen, mit der man schon gute Erfahrungen gemacht hat.

Kleiner Tipp noch dazu: Friert ein zusätzliches Stück Plazenta ein 😉

Alles Liebe, eure Kathrin 🙂

2 Kommentare

    • Hallo….Einfach als Nachricht mitsenden und dazu schreiben ☺️
      Liebe Grüße Kathrin

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