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Was tun bei Hämorrhoiden?

Was für ein Thema – kein Mensch spricht wirklich darüber, wenn es gerade um diese Sache geht. Dabei ist es ein Problem, welches viele Schwangere und Wöchnerinnen belastet. Es kommt meist schleichend und beginnt häufig “nur” mit Juckreiz. In der Schwangerschaft verändert sich der Körper – gerade das Bindegewebe, der Beckenboden, die Gefäße und die Haut. Demzufolge auch die Gefäße im Enddarmbereich.

In erster Linie ist es wichtig ballaststoffreiche Nahrung zu sich zu nehmen z.B. auch Leinsamen und Trockenobst. Und ganz wichtig, was nicht vergessen werden sollte: Viel trinken! Man sollte versuchen immer in Bewegung zu sein, langes Sitzen zu vermeiden und sich bis zu einem gewissen Grad sportlich betätigen, soweit wie es eben möglich ist. Viele Hebammen bieten spezielle Kurse an. Informiert euch frühzeitig darüber, denn Sport und Bewegung regt die Verdauung an und vermeidet somit das Entstehen von Hämorrhoiden.

Viele Schwangere müssen aber Eisenpräparate zu sich nehmen, welche nicht förderlich für die Verdauung sind. Alternativ könnte man es mit Kräuterblut-S-Saft versuchen, bei dem mit weniger Problemen diesbezüglich zu rechnen ist. Selbst, wenn man in der Schwangerschaft keine Probleme mit Hämorrhoiden hatte, können diese allerdings auch direkt nach der Geburt auftreten. Ursache hierfür ist unter anderem eine lange Pressphase. Diese kann man versuchen zu kürzen, indem man in dieser Phase viel Zeit im Stehen verbringt und auch bei geplanten Hockergeburten immer wieder aufsteht und nicht die ganze Zeit sitzen bleibt. Ist in dieser Phase aber auch leichter gesagt als getan – das weiß ich 😉

Falls man doch von Hämorrhoiden geplagt wird, kann man diese zuerst selbst behandeln. Mein Rat ist, die Behandlung schon bei einsetzendem Juckreiz zu beginnen. Machen allerdings die meisten Frauen noch nicht, weil es ja noch nicht “so schlimm” ist. Sobald allerdings starke Schmerzen und Blutungen auftreten, sollte dies dem Frauenarzt vorgestellt werden, welcher entscheiden kann, ob ein Proktologe (Arzt für Enddarmerkrankungen) hinzugezogen werden sollte. Ansprechpartner ist auch eure Hebamme.

Mein Spitzenreiter ist das Hämorrhoiden Balsam von Motherlove. Diese Salbe ist einmalig. Andere Salben wären beispielsweise Faktu und Hametum oder Salben mit Cortison, welche allerdings verschreibungspflichtig sind. Nach meiner Erfahrung sind diese nicht so hilfreich, wie die Produkte von Motherlove. Selbst getestet, da ich lange nach meiner 2. Geburt Probleme damit hatte und erst diese Salbe mir selbst sofort geholfen hat. Hilfreich könnte auch eine Laser-Therapie sein, falls wirklich starke Schmerzen auftreten sollten. Einige Hebammen haben ein spezielles Lasergerät dafür, welches zum Teil auch ausgeliehen wird.

Ganz wichtig: Man sollte sich Zeit für seinen Stuhlgang nehmen und unnötiges Pressen vermeiden, da dies die ganze Situation verschlimmern kann. Nach dem Stuhlgang die betroffene Region am besten mit Wasser reinigen. Da man natürlich auch unterwegs ist, kann das Regenerationsspray von Motherlove sehr hilfreich sein. Es passt in jede Handtasche und entspannt den betroffenen Bereich, gerade wenn man eine Salbe nicht direkt zur Hand hat. Nach dem Stuhlgang sollte man am besten eine Salbe auftragen.

Wenn man einige Dinge beachtet, kann man die Problematik “Hämorrhoiden” auf jeden Fall minimieren, was denke ich beruhigend sein sollte. Hämorrhoiden gehen in den meisten Fällen wieder weg und es gibt weitaus mehr Menschen, die damit Probleme haben, ohne darüber zu sprechen. Fangt am besten einfach bei den ersten Anzeichen an zu behandeln! 🙂

Alles Gute, eure Kathrin

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