Was tun bei Erkältung?

Die Winterzeit ist Erkältungszeit. Familien mit Kindern bekommen es gerade jetzt meistens stark zu spüren. Auch Schwangere bekommen eher eine Erkältung als Nicht-Schwangere. In dem Fall ist es gut, ein paar kleine Hausmittelchen in der Tasche zu haben, um sich damit etwas über Wasser zu halten.

Gerade bei Säuglingen macht eine verstopfte Nase häufig Probleme. Dabei sind die Kleinen gar nicht richtig krank, haben aber trotzdem Probleme beim Luft holen und Trinken. Ich sage gerne, dass sie sich anhören als würden sie aus dem letzten Loch pfeifen. Es hört sich meistens sehr schlimm an, das ist es aber gar nicht 🙂 Man kann mit verschiedenen Hilfsmitteln den Schleim aus der Nase saugen. Dafür gibt es spezielle Nasensauger oder sogar Sauger, welche man auf den Staubsauger setzen kann. Zudem ist das Raumklima ein sehr wichtiger Punkt. Für die Schleimhäute ist es optima,l die Luft etwas kühler und leicht feucht zu halten. Also gern das Fenster öffnen und feuchte Tücher über die Heizung hängen. Natürlich sind Spaziergänge auch wichtig. Frische Luft hat noch keinem geschadet 😉 Und unter die Nase kann man sehr gut Anis- oder Majoranbutter reiben 🙂 Bei einer verstopften Nase ist eine erhöhte Lagerung des Kindes durchaus hilfreich. Dazu könnt ihr am besten etwas unter die Matratze legen, damit die Kinder mit dem Oberkörper etwas höher liegen. Nasentropfen (nach Absprache mit dem Kinderarzt) sowie Kochsalzlösung können zudem Linderung für die Kleinen schaffen.

Solange die Kinder trinken, ist in den meisten Fällen alles in Ordnung. Falls dies nicht der Fall ist und/oder Fieber dazu kommt, solltet ihr IMMER einen Kinderarzt aufsuchen und nicht selbst mit Fieberzäpfchen experimentieren!

Das Baden der Kinder solltet ihr in dieser Zeit einschränken. Ich empfehle allerdings ab und zu ein Bad mit Thymiantee. Der Sud dieses Tees wird einfach ins Badewasser gegossen. Gern könnt ihr auch eine Duftlampe mit Thymianöl aufstellen. Sehr wirksam ist zudem eine Thymianwickel. Dabei werden zwei Teelöffel Thymiankraut mit ca. 1/2L kochendem Wasser übergossen. Den Sud lasst ihr einige Minuten ziehen und gießt das ganze über eine Stoffwindel (ohne Kräuter). Das Tuch solltet ihr nun etwas auswringen und es nach dem Abkühlen (Trotzdem sollte es noch warm sein) auf die Brust des Babys legen. Bitte achtet darauf, dass es nicht zu heiß ist – Verbrennungsgefahr! Dies hilft den Kindern, oder auch in der Schwangerschaft, gerade bei Husten, eine gewisse Linderung zu erzielen. Thymian hat übrigens die Fähigkeit, die Abwehrkraft zu stärken und das Bakterienwachstum zu hemmen. Schwangere können Thymian auch als Tee trinken, da er sogar wehenhemmend wirkt. Starke ätherische Öle, wie Pfefferminze oder Eukalyptus, solltet ihr bei Säuglingen und Kleinkindern nach Möglichkeit nicht verwenden

Falls man einen sehr festsitzenden Husten hat, kann man diesen auch mit einer Zitronenwickel behandeln. Zitrone auspressen, den Zitronensaft erhitzen, ebenfalls eine Stoffwickel darin tränken und diese auf die Brust legen. Bitte auch hier darauf achten, dass es nicht zu heiß wird und bei Kindern besonders darauf, dass der Zitronensaft die Haut nicht zu sehr reizt.

Bei Husten, der gar nicht aufhören möchte, kann es sehr hilfreich sein, eine Quarkwickel zu machen. Gerade nachts, wenn man wegen des Hustenreizes gar nicht einschlafen kann. Man kann etwas Quark auf eine Stoffwindel auftragen und diese leicht erwärmen. Die Wickel sollte man auf die Brust oder den Hals legen, einen Schal darum binden und ca. 30 Minuten einwirken lassen, damit eine gute Wirkung erzielt werden kann. Insgesamt muss man sagen, dass Wickeln solange drauf bleiben können, bis sie nicht mehr gewünscht werden. Achtet aber besonders bei der Halswickel auf die Strangulierungsgefahr und lasst das Kind damit niemals allein.

Ich verwende zusätzlich viele Mittelchen von der Firma „Wala“. Von dieser gibt es unterschiedliche Mittelchen, die ich meinen zu betreuenden Mamas je nach Beschwerde/n empfehle.

Wichtig ist aber auf jeden Fall, immer daran zu denken, auch einen Arzt aufzusuchen. Meine Tipps ersetzen keinen medizinischen Rat. Darüber hinaus gilt: Heilmittel sind gut, Kontrolle aber besser!

Ich hoffe, ihr kommt gut durch die kalte Jahreszeit! 🙂

Alles Liebe, Kathrin

2 Kommentare

  1. Heike Fritsch

    Wer kann bessere Tipps geben als eine Hebamme? Wir sind seit 4 Monaten stolze Eltern und haben auf Ihrem Blog viele hilfreiche Informationen gefunden. Vielen lieben Dank und bitte weiter so.

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