Online-Studie: Die Geburt und das psychische Wohlbefinden von Müttern

Hebammenkonsum Blockbeitrag

Lea ist Mama, Psychologin und Forscherin. Aktuell führt sie eine Studie zum psychischen Wohlbefinden von Müttern nach der Entbindung durch und bräuchte dringend eure Hilfe.

Kaum ein Ereignis verändert das Leben einer Frau so sehr, wie die Geburt eines Kindes, mit all den neuen Erfahrungen und Herausforderungen. Auch wenn für viele die Geburt des Kindes eine wunderschöne Erfahrung ist, stimmt das leider nicht für alle. Jedoch wird über negative Erlebnisse kaum gesprochen. Im Gegenteil: das Internet ist voll von rosaroten Geburt-Stories. Meine erste Studie hat jedoch gezeigt, dass die Umstände einer Geburt einen starken Einfluss auf die psychische Gesundheit von Müttern haben können.

So zeigen z.B. bis zu 30% der Mütter, die einen Notfallkaiserschnitt hatten, Anzeichen für eine Posttraumatische Belastungsstörung, im Vergleich zu 0% von denen, die einen Wunschkaiserschnitt hatten. Das heißt natürlich nicht, dass ein Notfallkaiserschnitt auf jeden Fall zu einer extremen Belastung im Nachhinein führt, aber Faktoren wie Angst und Kontrollverlust spielen hier eine wichtige Rolle. Es braucht jedoch noch weitere Forschung, um Risikofaktoren genauer zu untersuchen.
Deswegen führe ich grade eine weitere, größere Studie durch, die das psychische Wohlbefinden von Müttern nach der Geburt untersucht, sowie mögliche Faktoren die drauf Einfluss haben könnten. Aus diesem Grund suche ich für meine Studie noch Teilnehmerinnen; Mütter (deren Kind bestenfalls in den letzten 12 Monaten zur Welt kam) und Schwangere, um Faktoren zu erfassen, die schon während der Schwangerschaft eine Rolle spielen könnten.

Ich selbst bin Mutter und Psychologin und forsche seit einigen Jahren zum Thema postpartale Gesundheit. Forschung in diesem Bereich ist dringend notwendig, um Risikofaktoren zu erkennen, Betroffenen besser zu helfen und präventive Maßnahmen aufbauen zu können. Zusätzlich ist es wichtig einen vorurteilsfreien Raum zu schaffen, in dem ein Austausch auch über negative Erfahrungen stattfinden kann. Viele leiden unter der Angst, eine schlechte Mutter zu sein, wenn sie offen über ihre schwierigen Erlebnisse sprechen. „So lange es dem Kind gut geht“, wird das Wohl der Mutter oft außer Acht gelassen. Das müssen wir gemeinsam ändern. Das Wohl der Mutter, dass es ihr gut geht, zählt auch und ist sogar maßgeblich für eine liebevolle Mutter-Kind-Beziehung. Es geht nicht darum Müttern Angst zu machen, aber bei Problemen verdienen sie volle Unterstützung und Aufmerksamkeit.

Falls du grade schwanger bist oder ein Kind bekommen hast und an meiner Online-Studie teilnehmen möchtest, klicke hier auf den Link:
http://ww2.unipark.de/uc/meineGeburt

Du leistest damit einen wichtigen Beitrag für die Forschung, vielen Dank!

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